Die perfekte Frau? – Eine Analyse der Rollenvorstellungen der 1950er Jahre

Vier Monate lang hat sich die Klasse 9b unter Anleitung von GSE-Lehrerin Frau Waltenbergermit den sich massiv verändernden gesellschaftlichen Normen der Wirtschaftswunderzeit inWestdeutschland beschäftigt. Ausgehend von der notgedrungen gestärkten Stellung der Frau im Verlauf des 2. Weltkriegesund unmittelbar danach, als die Männer des Landes an der Front bzw. längst gefallen / inKriegsgefangenschaft / stark verwundet oder verschollen waren, reflektierten dieNeuntklässler/innen den Wandel von Frauen- und Männerbild, der verglichen mit denemanzipatorischen Strömungen besonders der 1920er Jahre einem Rückschritt intraditionelle Denkmuster gleichkam.Mit der wieder erblühenden Wirtschaft infolge des Marshall-Plans (der jahrelangenAufbauhilfe der USA zur Abfederung ökonomischer Kriegsfolgen) beginnt in derBundesrepublik Deutschland ein Wohlstandsdenken, das zugleich die Frau wieder zurückhinter den Herd verbannt – sie hat einzig und allein den Bedürfnissen des Mannes (dem nunalleinigen Geldverdiener) und der Familie zu dienen. Haushalt und Kindererziehung – zweistarke Bilder, mit denen sich die neue Generation der Frau zu identifizieren hat. Dies wird besonders deutlich in der Fernseh-Reklame der 50er Jahre: Ob MAGGI, Dr. Oetkeroder Frauengold – das Bild der schwachen, untergeordneten und patriarchischbevormundeten Frau findet sich überall mehr oder weniger versteckt wieder.Was aus heutiger Sicht in den nostalgisch anmutenden Spots ungläubig belächelt oderamüsiert kopfschüttelnd zur Kenntnis genommen wird, spiegelte die tragischeAlternativlosigkeit tolerierter Lebensentwürfe junger Frauen im gesellschaftlichen Leben derWirtschaftswunderjahre wieder. Wer sich den Erwartungen an die idealisierte Biografiewidersetzte, hatte mit Ächtung und sozialem Ausschluss zu rechnen. Besonders brutal wurde den Schüler/innen dies nach Durchsicht der Spielfilm-Dokumentation „Ku’damm 56“ (ZDF-Produktion aus dem Jahr 2016) deutlich, woverschiedene Lebenslinien von Figuren miteinander verflochten und weiterentwickeltwerden. Der Zuschauer wird voller Empathie in die Handlung und Protagonisten-Schicksalehineingezogen und kann sich einer gewissen Verzweiflung ob der starren gesellschaftlichenRegeln damals nicht erwehren.Abschließend waren die Schüler/innen der 9b dazu angehalten, kontrastiv zur ‚perfektenHausfrau’ der 50er Jahre einen Leitfaden für moderne Beziehungen im 21. Jahrhundert zuentwerfen, wo beide Partner gleichgestellt sind. Entstanden ist im Vorfeld des Weltfrauentags (08. März) nun eine vielschichtige Projekt-Stellwand im 1. Stock mit tollen Ergebnissen, die neben dargebotenen Informationen denBetrachter zum Nachdenken anregen sollen.

ALTE UND MODERNE FÄDEN –

Bericht zur Exkursion der 8. und 9. Klassen in die Hypo-Kunsthalle München

Als wir am 12.2. mit den Kunst-Schülern der Klassen 8a, 8b, 9a, 9b und den Begleit-lehrkräften Frau Huber, Frau Waltenberger, Herrn Kaufmann und Herrn Schäfer in die Münchner Kunsthalle fuhren, ging es nach der langen Anfahrt ziemlich schnell mit der ersten Führung los. Die Kunsthistorikerin informierte uns über die einzelnen Künstler hinter den Exponaten, den Unterschied zwischen Wandbehängen (Tapisserien) und Bodenteppichen. Ebenfalls erfuhren wir viel über die Herstellung der Teppiche in der Pariser Manufacture des Gobelins, das Einfärben der Fäden, die Beweggründe für die Anfertigung solcher aufwändigen Stücke und den Arbeitsalltag der Weberinnen und Weber. 

Im Museum gab es sehr viele verschiedene Teppiche, die alle auf ihre eigene Art und Weise schön und einzigartig waren. Sehr wahrscheinlich wird man die Stücke nie wieder zu Gesicht bekommen, da die meisten Exponate private Leihgaben sind oder aus internationalen Museen oder Staatsgebäuden stammen (so z.B. ein Picasso-Werk aus der deutschen Botschaft in Madrid), weshalb es für uns eine große Ehre war, die Teppiche in dieser Zusammenstellung anschauen zu können.

Es war sehr interessant, aber auch manchmal (gewollt) verwirrend, die Fadenkunstwerke anzusehen. Die Künstler spielen viel mit Perspektive, optischen Täuschungen und 3 D – Effekten; sogar die Techniken der Digitalfotografie wurden von der Weberei aufgegriffen und täuschend echt als Teppiche umgesetzt.

Besonders spannend für uns war auch die Tatsache, dass viele Teppiche der Ausstellung während oder zwischen den beiden Weltkriegen entstanden sind und somit die Geschichte des jeweils in Auftrag gebenden Landes erzählen. Die Wandbehänge berichten dem Betrachter somit bis heute viel über Feindschaften, nationale Traumata und gekränkten Stolz der Entstehungszeit. 

Letztendlich war es ein sehr interessanter, informativer und bereichernder Ausflug, der allen Schülern viel Freude bereitet hat.

Sarah L. (9a), Lydia (9a) und Sara H. (9b) im Namen der Kunstklassen 8/9

Impressionen zum Sportfest mit Bundesjugendspielen – 16.07.2019

Am Ende des vergangenen Schuljahres veranstaltete die Mittelschule Fürstenfeldbruck West ein innovatives, erlebnisreiches, spannendes und spaßiges Sportfest, bei dem sowohl der Leistungswille als auch die Kooperationsfähigkeit der SchülerInnen gefragt wurden. Die Kinder wurden in Riegen aufgeteilt und von Neuntklässlern betreut, um dann die verschiedenen Stationen zu absolvieren. Passend zum kompetenz- und lösungsorientierten Lehrplan wurde dieser Sporttag von Herrn Schäfer ins Leben gerufen.

Danke für das handwerkliche Geschick von Herrn Kaufmann – er hat extra für das Sportfest eine Station gebaut – und danke an Frau Vossbein für Ihre kreativen Ideen.

Das war ein toller Tag!

Impressionen zur Abschlussfeier am 18.07.2019

Am 18.07.19 steppte der Bär – oder besser gesagt dessen SchülerInnen über den gebohnerten Aulaboden der Mittelschule Fürstenfeldbruck West. Auch die Schützlinge von Frau Klotz und Herrn Lengenfelder legten eine flotte Sohle auf’s Parkett.   In einem festlichen Rahmen wurden etwa 60 Mittelschüler gebührend gefeiert und verabschiedet. 82 % schafften einen erfolgreichen Abschluss. Diese Quote liegt deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt und darauf sind Schulleitung sowie die gesamte Lehrerschaft natürlich besonders stolz. In sehr persönlichen Reden richteten die Klassenlehrer erinnernde Worte an ihre ehemaligen SchülerInnen und warfen einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft, getreu dem Motto „Auf große Fahrt“ gehen. Dazu durfte ein Captains-Dinner selbstverständlich nicht fehlen. Ein großes Highlight war die Darbietung der Standardtänze, welche im Vorfeld mit Frau Kupilas einstudiert worden waren.

Herzlichen Glückwunsch an alle Absolventen!  

Unsere Besten!