ALTE UND MODERNE FÄDEN –

Bericht zur Exkursion der 8. und 9. Klassen in die Hypo-Kunsthalle München

Als wir am 12.2. mit den Kunst-Schülern der Klassen 8a, 8b, 9a, 9b und den Begleit-lehrkräften Frau Huber, Frau Waltenberger, Herrn Kaufmann und Herrn Schäfer in die Münchner Kunsthalle fuhren, ging es nach der langen Anfahrt ziemlich schnell mit der ersten Führung los. Die Kunsthistorikerin informierte uns über die einzelnen Künstler hinter den Exponaten, den Unterschied zwischen Wandbehängen (Tapisserien) und Bodenteppichen. Ebenfalls erfuhren wir viel über die Herstellung der Teppiche in der Pariser Manufacture des Gobelins, das Einfärben der Fäden, die Beweggründe für die Anfertigung solcher aufwändigen Stücke und den Arbeitsalltag der Weberinnen und Weber. 

Im Museum gab es sehr viele verschiedene Teppiche, die alle auf ihre eigene Art und Weise schön und einzigartig waren. Sehr wahrscheinlich wird man die Stücke nie wieder zu Gesicht bekommen, da die meisten Exponate private Leihgaben sind oder aus internationalen Museen oder Staatsgebäuden stammen (so z.B. ein Picasso-Werk aus der deutschen Botschaft in Madrid), weshalb es für uns eine große Ehre war, die Teppiche in dieser Zusammenstellung anschauen zu können.

Es war sehr interessant, aber auch manchmal (gewollt) verwirrend, die Fadenkunstwerke anzusehen. Die Künstler spielen viel mit Perspektive, optischen Täuschungen und 3 D – Effekten; sogar die Techniken der Digitalfotografie wurden von der Weberei aufgegriffen und täuschend echt als Teppiche umgesetzt.

Besonders spannend für uns war auch die Tatsache, dass viele Teppiche der Ausstellung während oder zwischen den beiden Weltkriegen entstanden sind und somit die Geschichte des jeweils in Auftrag gebenden Landes erzählen. Die Wandbehänge berichten dem Betrachter somit bis heute viel über Feindschaften, nationale Traumata und gekränkten Stolz der Entstehungszeit. 

Letztendlich war es ein sehr interessanter, informativer und bereichernder Ausflug, der allen Schülern viel Freude bereitet hat.

Sarah L. (9a), Lydia (9a) und Sara H. (9b) im Namen der Kunstklassen 8/9